Nun kommt sie also doch: Trump hat die Krypto Reserve präsentiert

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Im Wahlkampf hat er mehrfach betont, er werde der „Bitcoin Präsident“ und die USA solle die „Krypto Hauptstadt“ werden. Sein Plan: Die USA werden eine strategische Krypto Reserve schaffen, die auch dazu beitragen könnte, das Land schuldenfrei zu bekommen. Während es Ideen gab, über 5 Jahre 1 Million Bitcoin zu kaufen (200.000 Coins pro Jahr) bzw. auch Cardano (ADA), Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und Solana (SOL) miteinzubauen, hat man am Ende eine strategische Bitcoin Reserve präsentiert, die doch ganz anders aussieht. Trump mag zwar sein Wahlversprechen gehalten haben, die Krypto-Community ist dennoch enttäuscht.

Wahlversprechen gehalten, dennoch ist die Krypto-Community enttäuscht

Kryptowährungen sind in den letzten Jahren immer stärker in den Mittelpunkt gerückt. Gab es vor ein paar Jahren nur den Bitcoin, der als ernstzunehmende Kryptowährung gesehen wurde, so gibt es heute auch einige Altcoins: ETH, die Nummer 2 laut Marktkapitalisierung, XRP oder aber auch ADA sind Kryptowährungen, die sich über die Jahre am Kryptomarkt festigen konnten. Auch Investoren haben an Altcoins Gefallen gefunden – die Preise sind zum Teil wesentlich niedriger als beim Bitcoin, das Gewinnpotenzial enorm. Startet eine Altcoin Season – https://99bitcoins.com/de/wiki/altcoin-season/ – dann kann man hier mit geringen Einsätzen hohe Gewinne einfahren. Aber viele Altcoins dienen auch schon als Zahlungsmittel – beispielsweise in Online Shops oder auch im Bereich des Online Glücksspiels. Daher war auch Trumps Ankündigung, er werde neben Bitcoin auch ADA, ETH, XRP und SOL in die Krypto Reserve aufnehmen, nachvollziehbar – und sorgte für Freude bei den Krypto-Fans.


Als Donald Trump dann Anfang März das Dekret zur Einrichtung der strategischen Bitcoin Reserve unterzeichnet hat, war die Stimmung jedoch getrübt. Trump hat zwar damit eines seiner Wahlversprechen umgesetzt, doch die Reaktion der Krypto-Anhänger war mehr als verhalten. Denn am Ende sieht die Krypto Reserve doch ganz anders aus, als man das vor ein paar Tagen noch vermutet hatte.

Kein aktiver Zukauf von Seiten der US Regierung

Die im Rahmen von US Regierungsbeschlagnahmungen konfiszierten Bitcoin sollen in die geplante Bitcoin Reserve aufgenommen werden. In einem weiteren Bestand werden dann die Altcoins XRP, ETH, SOL und ADA gelagert. David Sachs, Trumps Beauftragter in Sachen Krypto, hat verkündet, das Handels- und das Finanzministerium könnten weitere Bitcoin zur Reserve beschaffen, von Seiten der US Regierung würde es jedoch keine aktiven Zukäufe geben. Derzeit hat die US Regierung rund 200.000 Bitcoin.

Nachdem am 3. März 2025 die Krypto Reserve angekündigt wurde, stieg der Preis des Bitcoin wieder über 90.000 US Dollar, rutschte danach aber wieder ab. Zum aktuellen Zeitpunkt (11. März 2025) liegt der Preis bei rund 78.500 US Dollar. Innerhalb der letzten sieben Tage fiel der Preis um 5 Prozent, mit Blick auf die letzten 30 Tage um rund 17 Prozent. Der erhoffte Rückenwind ist ausgeblieben. Viele Krypto-Fans waren überzeugt, die US Regierung würde aktiv investieren bzw. 200.000 Bitcoin pro Jahr kaufen und somit nach fünf Jahren auf über 1 Million Bitcoin kommen.

Trump hat im Wahlkampf auf die Krypto-Community gesetzt

Trump hat sich im Wahlkampf ganz klar Pro-Krypto positioniert – schon nachdem der Kandidat der Republikaner die ersten Bundesstaaten geholt hat, stieg der Preis auf 75.000 US Dollar. Im Dezember kletterte der Bitcoin erstmals über 100.000 US Dollar – kurz vor Trumps Amtseinführung erreichte Bitcoin mit über 109.000 US Dollar ein neues Allzeithoch.

Trump hat kurz vor seiner Amtseinführung auch seine eigene Kryptowährung – einen Meme Coin – präsentiert. TRUMP, so der Name, wurde auf Solana veröffentlicht und zeigt den Präsidenten mit erhobener Faust kurz nach dem Attentat – auf dem Bild stehen die Worte „Fight Fight Fight“. Wenig später wurde der Coin MELANIA auf den Markt gebracht. Innerhalb weniger Stunden stieg der TRUMP Coin von 6 US Dollar auf über 73 US Dollar, brach jedoch kurz danach ein. Experten sprechen hier vom „Pump and Dump“-Schema, bei dem eine wertlose Kryptowährung künstlich in die Höhe getrieben wird; wird dann ein Großteil verkauft, fällt der Preis. Jedoch gibt es laut der New York Times keinerlei Hinweise, dass Trump oder seine Mitarbeiter den Preis künstlich nach oben getrieben haben. Am Ende war es für die Anleger ein Verlustgeschäft, für Trump hingegen ein Gewinn: Nur über die Handelsgebühren konnte die Familie Trump mehr als 100 Millionen US Dollar einnehmen.

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Werner Schulz
Werner Schulz
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